INFORMATION

Die Website www.nachhaltige-waldwirtschaft.de informiert über den gleichnamigen Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Der Förderschwerpunkt war von 2004 bis 2009 tätig. Deutschlandweit forschten 25 Verbünde zu forst- und holzwissenschaftlichen Themen einschließlich der Fragen des Wissenstransfers und der (Berufs-)Bildung.

Die Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Forschung sind unter www.nachhaltige-waldwirtschaft.de veröffentlicht. Zudem informiert die Website über die Perspektiven der deutschen Forst- und Holzwissenschaft auf nationaler und europäischer Ebene.

Leitthemen

Um die Hauptergebnisse und Kernbotschaften zur „Nachhaltigen Waldwirtschaft“ herauszustellen, wurden die Forschungsergebnisse aus dem Förderschwerpunkt anhand von fünf Leitthemen generiert.

 

(1) Mobilisierung und Bereitstellung von Holz: Nach wie vor kommt die stärkste Nachfrage nach Holz aus der stofflichen Nutzung – aus der Sägeindustrie, der Holzwerkstoffindustrie, der Papier- und Zellstoffindustrie sowie der Möbelherstellung. Künftig gilt es, die Schnittstellen zwischen globalen, regionalen und lokalen Forst-Holz-Ketten zu optimieren, die Entkopplung von Wertschöpfung und Ressourcenverbrauch aufzuheben und veränderliche Konsummuster sowie Wirtschafts- und Lebensweisen aufzugreifen.

 

(2) Holzartige Biomasse als Energielieferant: Bisher war die Verarbeitung von Holz das Sinnbild forstlicher Produktion schlechthin. Inzwischen werden auf Agrarflächen schnellwachsende Baumarten angebaut, um Wärme und Energie zu gewinnen. Zu klären ist, welches Ausmaß Kurzumtriebsplantagen erreichen, ob Pappel & Co. nicht auch für die stoffliche Nutzung geeignet sind und inwieweit Energieholz aus dem Wald gewonnen werden kann.

 

(3) Nutzung und Nutzungskonkurrenz in waldreichen Landschaften: Ziel- und Interessenkonflikte, beispielsweise zwischen Waldeigentümern und Naturschutz, aufzulösen, ist ohne fundierte wissenschaftliche Kenntnisse kaum möglich. An dieser Stelle trägt Forschung dazu bei, die Konsequenzen aus integrierten Landnutzungssystemen und unterschiedlichen Waldbewirtschaftungsstrategien für alle Akteure sichtbar zu machen.

 

(4) Märkte für und Produkte aus Holz: Laubhölzer drängen in Folge des ökologischen Waldumbaus verstärkt auf den Markt; daneben halten Baumarten wie Küstentanne und Douglasie Einzug in deutsche Forste. Damit steht die Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Baum bis hin zum fertigen Holzprodukt – vor der Herausforderung, die anfallenden Quantitäten und Qualitäten zu verarbeiten, neue Produkte aus modifizierter Buche und Eiche herzustellen und neue Märkte zu schaffen. Und dies durchaus in Konkurrenz sowohl zu Materialien wie Kunststoff, Aluminium und Beton als auch zu tropischen Edelhölzern.

 

(5) Nachhaltige Perspektiven für Forst und Holz: Bei aller Komplexität und Dynamik des Umfelds der Wald- und Holzwirtschaft bleibt das Denken von „Zukünften“ und das Aufzeigen von Alternativen unverzichtbar. Entwicklungen und Trends sind in verschiedenen Zeithorizonten mit Blick auf den nationalen und internationalen Raum für die Politikberatung zu identifizieren; ein Technologie- und Ergebnistransfer auf europäischer Ebene ist zu befördern und Wissenstransfer und Kommunikation sind i. S. eines gesellschaftlichen Diskurses zur Nachhaltigkeit voranzutreiben. 

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