INFORMATION

Die Website www.nachhaltige-waldwirtschaft.de informiert über den gleichnamigen Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Der Förderschwerpunkt war von 2004 bis 2009 tätig. Deutschlandweit forschten 25 Verbünde zu forst- und holzwissenschaftlichen Themen einschließlich der Fragen des Wissenstransfers und der (Berufs-)Bildung.

Die Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Forschung sind unter www.nachhaltige-waldwirtschaft.de veröffentlicht. Zudem informiert die Website über die Perspektiven der deutschen Forst- und Holzwissenschaft auf nationaler und europäischer Ebene.

Forschungsfeld „Erschließung von Wertschöpfungspotenzialen entlang der Forst-Holz-Kette“

Ökologischer, sozialer und ökonomischer Rahmen für Betriebe: Betriebsmanagement und Produktions-/Arbeitsorganisation über die gesamte Forst-Holz-Wertschöpfungskette unter Berücksichtigung der Ressourcen Mensch, Technik und Organisation. Bewirtschaftung und Holzernte. Intelligente Logistikketten und Transportlösungen. Mobilisierung von Holzreserven. Innovative Holzwerkstoffe, intelligente Holzprodukte, holzbasierte Produktsysteme. Holz als Zukunftsrohstoff für die chemische Industrie. Technikfolgen. Verbraucherakzeptanz des Rohstoffes Holz.

Eine marktorientierte und ökoeffiziente Forstwirtschaft stellt verbunden mit einer wettbewerbsfähigen Holzindustrie in Deutschland einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Die rund zwei Millionen staatlichen, körperschaftlichen und privaten Waldbesitzer bewirtschaften etwa 10,7 Millionen Hektar Waldfläche – dies sind 30 Prozent der Fläche der Bundesrepublik. Jährlich wachsen auf den nationalen Waldflächen 60 Millionen Kubikmeter Holz, eingeschlagen werden etwa 40 Millionen Kubikmeter im Wert von circa 1,5 Milliarden Euro (ohne Sozialfunktionen). In der Forst- und Holzindustrie sind ungefähr 1,2 Millionen Menschen beschäftigt. Nach wie vor stellt die Holzproduktion das wichtigste Einkommen der Forstbetriebe dar, zusammen mit dem Holzimport ist sie Grundlage einer hoch entwickelten Holz- und Papierindustrie. Die größte Nachfrage für Waldholz kommt aus der Sägeindustrie, der Holzwerkstoffindustrie, der Papier- und Zellstoffindustrie sowie der Möbelherstellung. Neben der Bereitstellung des Produktes Holz erbringt die Waldwirtschaft weitere Leistungen für Tourismus und Erholung sowie Umwelt- und Naturschutz.

Innerhalb der Forst-Holz-Wertschöpfungskette bestehen jedoch erhebliche Potenziale, dies betrifft sowohl die Nutzung und Verarbeitung des Rohstoffes Holz als auch derart sensibler Ressourcen wie Biodiversität, Wasser oder Kohlenstoffspeicherung. Vor allem an den Schnittstellen globaler wie regionaler Forst-Holz-Ketten gilt es, Effekte wie die Entkopplung von Wertschöpfung und Ressourcenverbrauch, die Divergenz stoffliche vs. energetische Verwertung sowie die Ausprägung künftiger Konsummuster sowie Wirtschafts- und Lebensweisen zu beachten. Im Forschungsfeld „Erschließung von Wertschöpfungspotenzialen entlang der Forst-Holz-Kette“ trägt die Wissenschaft dazu bei, die Forst- und Holzwirtschaft zu einem wettbewerbsfähigen Wirtschaftskomplex zu entwickeln, der dem Prinzip der Nachhaltigkeit Rechnung trägt.

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