INFORMATION

Die Website www.nachhaltige-waldwirtschaft.de informiert über den gleichnamigen Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Der Förderschwerpunkt war von 2004 bis 2009 tätig. Deutschlandweit forschten 25 Verbünde zu forst- und holzwissenschaftlichen Themen einschließlich der Fragen des Wissenstransfers und der (Berufs-)Bildung.

Die Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Forschung sind unter www.nachhaltige-waldwirtschaft.de veröffentlicht. Zudem informiert die Website über die Perspektiven der deutschen Forst- und Holzwissenschaft auf nationaler und europäischer Ebene.

Von der Wissenschaft zur Gesellschaft - Berufsbildung und Bildung

Zielgruppenspezifischer Wissenstransfer von der Wissenschaft zur Gesellschaft gehört zu den zentralen Anliegen des Förderschwerpunktes „Nachhaltige Waldwirtschaft“. Dabei richtete sich ein Fokus auf Wissenstransfer i. S. von Berufsbildung und Bildung.

Der Bereich Berufsbildung wurde durch das Querschnittsprojekt „Bi-FONA Wald“ am Bundesinstitut für Berufsbildung Bonn verantwortet. Ziel war es, die Produkte und Ergebnisse der Verbundprojekte für die Berufsaus- und -weiterbildung fruchtbar zu machen und wissenschaftliche Erkenntnisse in die betriebliche Praxis zu transferieren. Um dies zu erreichen, wurde der Schwerpunkt auf zwei Aufgaben gelegt: Einerseits die Modellregion Berliner Wald; andererseits die Ausstellung „Nachwachsende Perspektiven“. In der Modellregion Berliner Wald wurden neue Erkenntnisse aus der nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft in verschiedene Ebene beruflichen Handelns umgesetzt. Bildungsangebote wurden (weiter-)entwickelt und praxisnah erprobt; zudem das Netzwerk der Berufsbildungsakteure gestärkt. Dazu gehören folgende Projekte, die von der Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen e. V. (GfbM), Berlin koordiniert wurden:

(1) Bau des Holzinformationszentrums nach bauökologischen Gesichtspunkten und mit Anschauungsobjekten aus den forst- und holzfachlichen Verbünden.

(2) Erarbeitung von 14 Lernfeldplakaten zum Ausbildungsberuf Holzbearbeitungsmechaniker/in für die Fachkräfte (Aus- und Weiterbildner) sowie für interessierte Jugendliche.

(3) Entwicklung und Prüfung eines Möbelpasses zum Nachweis der Nachhaltigkeit von Produkten als Qualifizierungsmethode (v. a. im Bereich Produktion und Marketing).

(4) Erstellung eines Leitfadens zum Erlernen sozial-kommunikativer Kompetenzen sowie zur praxis- und lebensnahen Vermittlung des Leitbildes der Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung in zwei Forstcamps.

Die Ausstellung „Nachwachsende Perspektiven“ wiederum verdeutlicht, dass zum Forst-Holz-Cluster weitaus mehr Berufe gehören als Forstwirt/in und Tischler/in. In Anlehnung an Forschungsverbünde und ihre jeweiligen Praxisfelder werden Berufe und Tätigkeiten anhand von drei Wertschöpfungsketten – Vom Baum zum Stuhl, Vom Baum zur Schachtel und Vom Baum zum Pellet – dargestellt. Dabei kommen zahlreiche informative Bilder und Plakate, Soundcollagen und interaktive Elemente wie das Computerspiel „Zukunftswald“ zum Einsatz. Die Ausstellung richtet sich vor allem an junge Erwachsene in der Berufsfindungsphase und kann von interessierten Institutionen ausgeliehen werden.

Im Bereich Bildung gingen die Aktivitäten von der Querschnitts-AG „Bildung und Kommunikation“ aus. In dieser hatten sich auf nicht-institutioneller Basis jene Verbünde zusammengefunden, die sich im BMBF-Förderschwerpunkt „Nachhaltige Waldwirtschaft“ mit Fragen der allgemeinen Bildung, der Berufsbildung sowie des Wissenstransfers und der Kommunikation befassten. Dies sind die Verbünde DENDROM, ENFORCHANGE, HolzClusterNord, Holzwende 2020plus, Mensch Wald sowie NEWAL-NET und ZUFO. Die Querschnitts-AG agierte als wissenschaftliche Dialogplattform der Verbünde und Projekte aus der Bildungs- und Kommunikationsforschung für die Ergebnisdiskussion und -vermittlung zum Thema „Bildung“. In den Bereich Wissenstransfer und Kommunikation brachte die AG ihre Expertise für die forst- und holzfachlichen Verbünde ein.

Das Quersschnittsprojekt „Bi-FONA Wald“ und die AG „Bildung und Kommunikation“ sind eingebettet in die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Innerhalb der UN-Dekade werden gute Beispiele der Bildung für nachhaltige Entwicklung als sog. Dekade-Projekte ausgezeichnet – darunter 2008/09 auch die Modellregion „Berliner Wald“ sowie 2010/11 die Online-Plattform www.letsmap.de des Verbundes ENFORCHANGE.

 

Information:

Querschnittsprojekt „Bi-FONA Wald“

Wanderausstellung „Nachwachsende Perspektiven“

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