Leitung des Verbundes:

Prof. Dr. Ernst Hildebrand

Testkit

Mai 2005 bis April 2008

 

Thema:

Der Forschungsverbund thematisiert die „Entwicklung und Praxiserprobung eines Testkits zur Lokalisierung bodenmechanisch vorbelasteter Bodenareale von Forststandorten“; zudem richtet sich der Fokus auf die Einbeziehung dieser Fahrlinien auch in zukünftige Konzepte der Waldpflege und Holzernte.

 

Aus vorherigen Untersuchungen, die nach den Auswirkungen der Häufigkeit der Überfahrung auf Luftleitfähigkeit und Lagerungsdichte von Fahrlinien fragten, ist bekannt: Bereits mit einer Überfahrung nimmt die Luftleitfähigkeit des Bodens signifikant ab; die Sauerstoffversorgung verschlechtert sich deutlich. Somit ist die entscheidende Frage nicht die Häufigkeit der Befahrung, sondern ob ein Waldboden befahren wird oder nicht. Die vorliegende Antwort ist Anlass, „historische“ Fahrspuren für eine erneute Überfahrung nochmals zu erschließen. Um alte Fahrlinien als solche jedoch zu erkennen, bedarf es verschiedener Methoden bzw. Instrumentarien. Ziel des Verbundes ist nun, ein ebenso zuverlässiges wie praxistaugliches Testkit zu entwickeln und zu erproben, mit dem sich „historische“ Befahrungslinien identifizieren lassen.

 

Um dieses Ziel in die Praxis umzusetzen, sind mehrere experimentelle und konzeptionelle Schritte erforderlich: So sind der Referenzzustand der Bandbreite natürlicher Bodenstrukturierungen und die Ursachen ihrer Heterogenität zu klären; es sind verlässliche chemische Schnelltests zur Bestimmung reduzierter Verbindungen im Boden zu erarbeiten; die Testergebnisse sind mit aussagefähigen, bodenphysikalischen Parametern des Gas- und Wasserhaushalts zu kalibrieren; der Zeigerwert von Pflanzen ist in Bezug auf anthropogene Bodenstrukturänderungen zu prüfen; und der Bestimmungsschlüssel zur Ansprache der Verformungsintensität mit Hilfe der Bodenstruktur, der Redoximorphie, der Vegetation und dem Anteil toter Feinwurzeln ist auszuarbeiten und zu ergänzen. Des Weiteren ist die Integration von identifizierten Befahrungslinien in neue Erschließungskonzepte sowie eine Kosten-Nutzen-Analyse von Szenarien zur Einbindung neuer Feinerschließungskonzepte in vorhandene Strukturen zu erbringen. Im Ergebnis können mithilfe des Testkits (oder auch: Testkoffer) nicht nur vorhandene Bodenverformungen identifiziert, sondern neue Erschließungen durch diese Erkenntnisse gelenkt werden. Dies trägt dazu bei, den derzeit steten Trend zur beschleunigten Neuverformungsrate von Waldböden zu bremsen.  

 

Executive Summary:

Development and on-road test of a test-kit to localise previously used skid roads in forest stands and the integration of these logging roads into future concepts of forest management practices and harvesting.

 

Information:

http://www.bodenkunde.uni-freiburg.de/forschung/testkit 

Prof. Ernst E. Hildebrand (Verbundleitung)

Dr. Helmer Schack-Kirchner (Verbundkoordination) 

Dipl.-Geoökol. Dorit Clemens (Verbundkoordination) 

fon 0761.203 9143

 

Partner:

Albert-Ludwigs-Universität, Institut für Bodenkunde und Waldernährungslehre

Albert-Ludwigs-Universität, Institut für Forstbenutzung und Forstliche Arbeitswissenschaft

Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, Abt. Boden und Umwelt, Freiburg

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Ressourcenmanagement, Göttingen

 

Ergebnisse:

Im Ergebnis können mithilfe des Testkits (oder auch: Testkoffer) nicht nur vorhandene Bodenverformungen identifiziert, sondern neue Erschließungen durch diese Erkenntnisse gelenkt werden. Dies trägt dazu bei, den derzeit steten Trend zur beschleunigten Neuverformungsrate von Waldböden zu bremsen.

Weitere Informationen zu Projektfortschritt und Ergebnissen finden Sie auf der Website des Verbundes (rechter Seitenbaum).

 

 

 

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