Leitung des Verbundes:

Dr. Karl Gebhardt

Herkunftskontrolle

Thema:

Der Forschungsverbund thematisiert die „Herkunftskontrolle an forstlichem Vermehrungsgut mittels stabiler Isotopen“; es handelt sich um eine günstige Methodik, die Authentizität von forstlichem Vermehrungsgut zu überprüfen und somit die Herkunftskontrolle zu verbessern.

 

In Deutschland gilt seit Januar 2003 ein neues Forstvermehrungsgutgesetz sowie die Herkunftsgebietsverordnung. Die Regelungen berücksichtigen für insgesamt 26 Baumarten, die Hybridlärche und die Gattung Populus die  Herkunft des Vermehrungsgutes. So darf Saatgut nur aus amtlich zugelassenem Ausgangsmaterial, i. d. R. Erntebestände, gewonnen werden.  Erhebliche Erschwernisse der Herkunftskontrolle ergeben sich jedoch durch einen zunehmenden Saatgut- und Pflanzenhandel über Landesgrenzen hinweg; einen hohen Zeit- und Kostenaufwand für die amtliche Kontrolle und den Personalabbau in den Behörden.

 

Nachlassende oder ungenügende Kontrolle begünstigt die Verwendung nichtangepasster Herkünfte, führt zu Schäden der Waldentwicklung, Gewinneinbußen für die Forstbetriebe und hohen Folgekosten für Ersatzaufforstungen und die Reparatur von Umweltschäden. Für gesetztestreue Erzeuger von forstlichem Vermehrungsgut, die den Regularien der Deutschen Kontrollvereinigung für forstliches Saat- und Pflanzgut e.V. oder des Erzeugerringes „Süddeutschland“ und damit einer selbstauferlegten Qualitätskontrolle folgen, ergeben sich bei mangelnder Herkunftskontrolle Nachteile im Wettbewerb.

 

Das Vorhaben zielt auf die Verbesserung der Herkunftskontrolle mit Hilfe des Nachweises stabiler Isotopen in Verbindung mit genetischer Methoden. Der Gehalt stabiler Isotopen kann in beliebigem Pflanzenmaterial mit Hilfe der Massenspektrometrie ermittelt werden; die Methodik gilt als geeignet, wenn der Stichprobenfehler so niedrig gehalten werden kann, dass sich Herkunftsunterschiede signifikant darstellen. Mögliche Vorteile ergeben sich aus der Verfälschungssicherheit der Werte, der unmittelbaren Verknüpfung der Gehalte mit dem Ernteort (Erntebestand), der weltweiten Vergleichbarkeit der Daten und den vorhandenen Erfahrungswerte aus der Lebensmittelanalytik. Nach einer Ergebnissynthese können effiziente Handlungsanweisungen erarbeitet werden, die die Vorteile der bekannten Methodiken nutzen und die Kosten für den Kunden/Anwender minimieren.

 

Executive Summary:

Improvement of provenance control and authenticity of forestry reproduction material through using stable isotope analysis in order to prevent the use of non-approved provenances.

 

Information:

http://www.nw-fva.de/Herkunftskontrolle 

Dr. Karl Gebhardt (Verbundleitung und -koordination)

Karl.Gebhardt(at)nw-fva.de  

 

Partner:

Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt, Hannoversch-Münden

Bayerisches Amt für Saat- und Pflanzenzucht, Teisendorf

Agroisolab GmbH, Jülich

Erzeugerring „Süddeutschland“ e.V. / Zertifizierungsring überprüfbare Herkunft – ZüF, Weissenhorn 

Deutsche Kontrollvereinigung für forstliches Saat- und Pflanzgut e.V., Wiesbaden

Bund Deutscher Baumschulen, Pinneberg

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Berlin

Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Forstliche Genressourcen und Forstsaatgutrecht“

 

 

Ergebnisse:

Informationen zu Projektfortschritt und Ergebnissen finden Sie auf der Website des Verbundes (rechter Seitenbaum).

 

>> Tagungsband zum Abschluss-Symposium des Verbundes am 7./8. Februar 2008 in Kassel

>> Veröffentlichung zum Abschlusssymposium des Verbundprojektes in AFZ-Der Wald, Ausg. 9/2008

 

 

 

 

 

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